Was muss ich beim Kauf eines E-Bikes beachten?

Was muss ich beim Kauf eines E-Bikes beachten?

Immer mehr E-Bikes (korrekterweise eigentlich Pedelecs genannt) diverser Anbieter überschwemmen den Markt, wodurch das Treffen einer Kaufentscheidung immer schwieriger wird. Wo liegen die Unterschiede? Auf welche Hauptkriterien muss ich achten?
Legen wir los, hier die 10 wichtigsten Tipps:

Wie teuer muss ein E-Bike sein?

Generell gilt, dass selbst günstige E-Bikes Sie schnell und bequem von A nach B bringen. Für Fahrten abseits von asphaltierten Straßen sollten Sie jedoch zu spezialisierten Modellen greifen. Der Preis setzt sich nicht nur aus den Hauptkomponenten des E-Bikes, also Akku, Motor und Display zusammen, sondern auch aus dem Fahrrad an sich: Das bedeutet Bauart, Material und Fahrradkomponenten.

Welches E-Bike brauche ich?

Elektroräder lassen sich in 5 Hauptkategorien einteilen:

  • E-Citybikes: Für kurze und bequeme Fahrten auf asphaltierten Strecken
  • E-Mountainbikes: Leistungsstarke Pedelecs fürs Gelände
  • E-Rennräder: Für lange Strecken auf der Straße mit schnellem Tempo
  • E-Trekkingbikes: Kombination aus City- und Mountainbike
  • E-Crossbikes: Kombination aus Mountainbike und Rennrad

Die Citybike Variante ist am günstigsten und für viele Alltagsfahrer völlig ausreichend.

Wie hoch ist die Reichweite von E-Bikes?

Die Reichweite setzt sich hauptsächlich aus Gesamtgewicht des E-Bikes samt Fahrer, Akkuleistung und Motor zusammen. Für Stadtfahrer reichen normalerweise 300 Wattstunden (Wh) aus, für eine Reichweite von 50 bis 100 km. Wer lange Strecken am Stück zurücklegen will oder sein Pedelec anspruchsvollerem Gelände und Steigungen aussetzt, sollte eher nach E-Bikes mit 400 - 500Wh Akkus Ausschau halten.

Der Akku: Rahmenakku oder integrierter Akku?

Integrierte Akkus sind unscheinbar im Rahmen des E-Bikes verbaut. Rahmenakkus und teilintegrierte Akkus sind leichter, werden hingegen extern am Rahmen angebracht und haben die typische Fremdkörperoptik herkömmlicher E-Bikes.
Integrierte Akkus sind jedoch schwerer. Falls Sie sich für ein Pedelec mit integriertem Akku entscheiden, sollten Sie darauf achten, ob dieser entnehmbar ist, sodass Sie den Akku zum Laden vom Rad trennen können.

Scheibenbremsen oder Felgenbremsen?

Gute Felgenbremsen sind in der Regel völlig ausreichend. Sobald jedoch Dreck und Nässe ins Spiel kommen, lässt die Bremsleistung nach. Des weiteren sind Bremse und Felgen einem höheren Verschleiß ausgesetzt, da Schmutz zwischen Felge und Bremsbacke wie Schleifpapier wirkt.
Scheibenbremsen hingegen sind wetterunabhängig jederzeit leistungsstark. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte zu Scheibenbremsen greifen.

Der Motor: vorne, hinten oder mittig?

Empfehlenswert ist der Mittelmotor, da dieser im Tretlagerbereich verbaut ist und für optimales Handling und stabile Fahrdynamik sorgt.
Nachteil dabei ist der Verschleiß der Kette, da der Mittelmotor direkt auf den Antriebsstrang wirkt.
Inzwischen gibt es auch moderne, leichte Elektrorad-Varianten, die Heckmotoren verwenden und trotzdem ein stabiles Fahrverhalten bieten. E-Bikes mit Hinter- oder Frontradmotoren sind zudem oft günstiger.

Wie wirken sich Größe und Gewicht aufs E-Bike fahren aus?

Achten Sie vor dem Kauf darauf, für welche Körpergröße und welches Maximalgewicht (dazu zählt auch Zusatzgewicht) das E-Bike ausgelegt ist. Körperliche Fitness und Ausdauer sind außerdem entscheidend für Reichweite und Akkulaufzeit. Denn je mehr körperliche Leistung Sie in die Pedale stecken, desto weniger werden Motor und Akku beansprucht. Schnelle Fahrten mit wenig Bewegung entleeren den Akku rasch.

Worin unterscheiden sich E-Bike Displays?

Das Display am Lenker ist je nach Modell und Hersteller unterschiedlich. Hauptfunktion ist die Auskunft über den Ladezustand des Akkus. Die meisten Displays bieten auch Information über die derzeitige Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke. Moderne Pedelecs verwenden teilweise Bildschirme, die vom Aussehen einem Smartphone ähneln und diverse Infos bereitstellen. Andere sind eher auf Schlichtheit oder Robustheit ausgelegt.

Kettenschaltung oder Nabenschaltung?

Bei der Nabenschaltung sind alle Bauteile des Getriebes verdeckt und vor Schmutz geschützt. Die Kette bleibt - anders als bei der Kettenschaltung,  immer auf dem selben Ritzel und ist somit immer gerade ausgerichtet. All diese Faktoren verringern den Verschleiß der Nabenschaltung drastisch. Die Kettenschaltung hingegen ist für schnelles, sportliches Beschleunigen besser geeignet und preislich günstiger.

Beleuchtung

Eine vollständige Beleuchtung am Rad ist laut StVO Pflicht. Ohne Licht sieht man im Dunkeln nichts und wird auch nicht gesehen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das E-Bike mit LED-Leuchten ausgestattet sind, da diese sehr hell sind, lange halten und zudem sehr energieeffizient funktionieren. Alternativ sollten Sie ihr Pedelec nachträglich mit eigenen Lampen ausstatten.

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